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Armação de Pêra

Die einen kennen diesen Ort gar nicht, die anderen meiden ihn, weil er vom Massentourismus ausgebeutet wurde und nichts mehr an Beschaulichkeit übrig geblieben ist, wie manche Portugalfans sagen. Ich liebe ihn, weil ich nach endlos langer Fahrt und im Zustand totaler Übermüdung Ende März 1987 dort zum ersten Mal die Algarveküste erblickte. Ich leide aber auch wie ein Hund, wenn ich bei meinen Besuchen aus meiner Sicht negative Veränderungen wahrnehme. Doch liegt darin nicht auch sehr viel Arroganz? Ich weiß es nicht genau und bin damit vielleicht schon mitten drin in der Saudade*.

Camping Canelas - WillkommenCamping Canelas - Willkommen

Viel Platz - typisch VorsaisonViel Platz - typisch Vorsaison

Am Pool - Ruhe und Sonne sattAm Pool - Ruhe und Sonne satt

*Saudade "ist eine spezifisch portugiesische und galicische bzw. lusophone Form des Weltschmerzes. Das Konzept der Saudade lässt sich mit „Traurigkeit“, „Wehmut“, „Sehnsucht“, „Fernweh“ oder „sanfte Melancholie“ nur annähernd übersetzen. Das Wort steht für das nostalgische Gefühl, etwas Geliebtes verloren zu haben, und drückt oft das Unglück und das unterdrückte Wissen aus, die Sehnsucht nach dem Verlorenen niemals stillen zu können, da es wohl nicht wiederkehren wird."

Wörtlich zitiert - Wikipedia: Saudade

Armação de Pêra - Capela Nossa Senhora da RochaArmação de Pêra - Capela Nossa Senhora da Rocha

Die Capela de Santo António von 1720 an der Fortaleza de Armação de Pera aus dem Jahr 1571.  Die Capela de Santo António von 1720 an der Fortaleza de Armação de Pera aus dem Jahr 1571.

Quelle - Abb.: WikipediaQuelle - Abb.: WikipediaArmação de Pêra liegt genau im Übergang der Sandalgarve, die sich von dort Richtung Osten bis zur spanischen Grenze zieht und der Felsenalgarve, die sich in westlicher Richtung bis Sagres erstreckt.

Einst ein kleines beschauliches Fischerdorf, dessen Namensgebung mit dem ursprünglich lohnenswerten Thunfischfang vor der Küste zusammen hängen soll (die Angelgeräte dazu wurden, so heißt es immer wieder in der Reiseliteratur, "armação" genannt), ist Armação de Pêra heute ein Küstenort gleich neben der Gemeinde Pêra, in dem es vor allem in der Hauptsaison "gnadenlos" hektisch und menschenfischermäßig zugeht. Vielleicht auch deshalb, weil die Thunfischschwärme schon längst eine andere Route gewählt haben oder ganz ausgeblieben sind.

Wer Trubel mag, ist hier gut aufgehoben. Doch Armação de Pêra hat sich an manchen Stellen auch noch Ursprünglichkeit bewahrt. Um das zu erkennen, muss man schon sehr gut assoziieren können. Oder man reist in der Vorsaison bis Anfang Mai hierher.

In den letzten zehn Jahren wurde anerkennenswerter Weise immer wieder alles versucht, durch geschickte Verkehrsführung und Ortsgestaltung für ein wenig mehr Ruhe zu sorgen. Auch ist man deutlich bemüht, die letzten authentischen Fleckchen zu erhalten und alte Bausünden in den Hintergrund treten zu lassen. So sind zum Beispiel viele Straßen und Wege mit den damals üblichen hellen Steinen neu gepflastert worden. Aus einst staubigen, von Abgasen durchwehten Gassen sind fußläufig zu erreichende Aufenthaltsorte mit Läden, Cafés und Restaurants in sanfter Meeresbrise geworden. 

Wenn man allerdings von Westen auf Armação de Pêra zufährt, wird man von der Silhouette des Ortes förmlich erschlagen, zeigt sie doch alle bisherigen baulichen Versuche, aus einem Fischerort einen Massentourismus-Spot zu machen.

Im Ort angekommen, spürt man schnell die entspannte Art der Einheimischen und ist geneigt, bedingungslos den unglaublich schönen Strand, der wohl zu einem der schönsten der Algarveküste zählt, zu genießen.

Strandleben in jeglicher Form ist hier sehr gut möglich bis hin zu ausgedehnten Spaziergängen immer entlang einer traumhaften Brandung.

In einer Bar direkt am Strand in der Nähe von bunten Fischerbooten sitzend, vergisst man schnell heimischen Alltagsstress und örtliche Betonburgen aus der zweiten und dritten Reihe.

Von Armação de Pêra aus sind sehr gut Ausflüge längs der Küste Richtung Osten und Westen möglich, auch ist das Hinterland der Algarve von hier aus ohne viel Aufwand zu erkunden. Nach Lissabon sind es drei Autostunden.

Armação de Pêra - StadtstrandArmação de Pêra - Stadtstrand

manufocus® - Veranstaltungshinweis

Im HSM - Hannoverschen Straßenbahn-Museum e.V. ist am  Sonntag, 31.10.2021 von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr Saisonabschlusstag mit Lichterglanz und Budenzauber.

"Zum Saisonabschluss 2021 haben wir für Sie wieder extra lange geöffnet. Nur einmal im Jahr bietet das HSM die verlängerte Öffnungszeit bis 20:00 Uhr an und macht es an diesem Tag möglich, Fahrten auch im Scheinwerferlicht zu genießen."