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Thomas Riedel - Foto © Katharina W.Thomas Riedel - Foto © Katharina W.

Im Alter von 12 oder 13 Jahren kam ich auf die Idee, manches an Eindrücken festzuhalten, manches ins Bild zu rücken, manchem einen Rahmen zu geben. Ich erinnere mich gut an den Moment, zum ersten Mal überhaupt, den Auslöser eines, wie man es damals nannte, Fotoapparates gedrückt zu haben. Ein Glücksgefühl durchströmte mich. Möglicherweise hatte ich mein Medium zur rasant schnellen Dokumentation des Moments gefunden. Das Gefühl ist geblieben, auch wenn die Technik sich ständig verändert und ich mich in einem nicht enden wollenden Prozess wähne. Als Analog-Amateur-Dino versetzt mich die digitale Fotografie immer noch nahezu in Euphorie. Allerdings möchte ich die analoge Zeit mit Negativ- und Dia-Filmen, mit Mini-Schwarz-Weiß-Labor im Keller oder Bad nicht missen. Das war eine echt kreative Phase und sie war voller Überraschungen.

manufocus® Faviconmanufocus® FaviconEine deutliche Gewichtsreduzierung der persönlichen Fotoausrüstung bieten sogenannte digitale Bridge- oder Prosumerkameras. In meinem Fall sind sie 407 und 616 Gramm leicht. Sie sind nahezu überall mit geringem Aufwand einsetzbar. Mit im Hintergrund verlässlich arbeitender Technik, die auch manuelle Modi enthält, sind sie mehr als nur ein Kompromiss. Ihre Alleinstellungsmerkmale machen sie im Amateurbereich zur echten Alternative in Abgrenzung zu den digitalen Spiegelreflexkameras. Diese stehen meiner Einschätzung nach immer noch für eine eigene Wertigkeit. Das hat berechtigterweise seinen Preis, der monetär und im besten Sinne des Wortes gewichtig zu Buche schlägt.

Mit meinen alten analogen Spiegelreflexkameras erstellte ich Dias (zugegeben immer weniger) oder belichtete Farbnegativfilme. Beim Auftrag zur Entwicklung verzichtete ich schließlich auch auf Papierbilder. Die Motive wurden direkt im Labor als JPG auf eine CD gebrannt. So konnte ich Fotos beliebig speichern, bearbeiten und weiter verwenden. Hinsichtlich der Auflösung waren Grenzen gesetzt, doch das erhöhte für mich den Reiz, analog zu fotografieren. Und ganz ehrlich, ein projiziertes Dia ist auch heute noch in der Lage, Leinwände zu füllen. Ein Dia ist ein Dia, ist ein Dia, ist ein Dia.

Die Bearbeitung von Bilddateien bietet endlose Möglichkeiten. Nach meinem Eindruck wird dies gerade in Amateurkreisen kontrovers diskutiert.

Klammern - Alltagsgeschehen neu betrachtet. Ohne Zweifel ein Ergebnis digitaler Nachbearbeitung.Klammern - Alltagsgeschehen neu betrachtet. Ohne Zweifel ein Ergebnis digitaler Nachbearbeitung.Bei der Betrachtung der Ergebnisse möchte ich wahrnehmen können, ob und welche Gestaltungsprozesse stattgefunden haben. Ich möchte Kenntnis über den Verlauf und die sich bietenden Chancen erlangen, dazu lernen und frei entscheiden können, was ich für mich wie und in welcher Ausprägung realisieren kann.

Es ist wie mit der Koexistenz von Navigationssystem, Landkarte und Kompass. Um mir einen Überblick zu verschaffen und wenn möglich zu erhalten, pflege ich alte Kulturtechniken; zeitgleich öffne ich mich neuen. Ich mag es zu wissen, wo ich gerade stehe. Dies wiederum ist selten einfach aus sich heraus zu bestimmen - aber einfach kann ja jeder - ein Kompass jedweder Art hilft immer, denke ich.

Citroën 11CV - Analog oder digital fotografiert? Im alten Schwarz-Weiß Labor oder am Rechner gestaltet?Citroën 11CV - Analog oder digital fotografiert? Im alten Schwarz-Weiß Labor oder am Rechner gestaltet?